In diesem Schuljahr erhielten Schülerinnen der Jahrgangsstufen 8 und 10 im Rahmen zweier besonderer Veranstaltungen die Gelegenheit, MINT-Themen praxisnah zu erleben und inspirierende Vorbilder kennenzulernen.
Für die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8 stand im Februar gemeinsam mit Frau Hengelbrock und Frau Quadflieg ein Ausflug zum DLR_School_Lab auf dem Programm. Dort konnten sie in verschiedenen Workshops selbst experimentieren und spannende Einblicke in unterschiedliche MINT-Fachgebiete gewinnen. Ob naturwissenschaftliche Versuche, technische Anwendungen oder aktuelle Forschungsfragen – die praxisorientierten Angebote weckten Neugier und zeigten, wie vielseitig und faszinierend die Welt der Wissenschaft und Technik ist.
Ein weiteres Highlight ist jedes Jahr die Veranstaltung „MINT-Frauen stellen sich vor“ für die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10, die am 28. Januar unter der Leitung von Frau Quadflieg und Frau Schmitz am AFG stattfand. Frauen aus unterschiedlichen MINT-Berufen berichteten von ihrem persönlichen Werdegang, ihrem Berufsalltag und den vielfältigen Möglichkeiten, die MINT-Berufe bieten. In lockerer Atmosphäre kamen die Schülerinnen mit den Referentinnen ins Gespräch, konnten Fragen zu Studium, Ausbildung und Beruf stellen und erhielten wertvolle Einblicke aus erster Hand.
In diesem Jahr unterstützte uns Frederieke Langner von der Firma Geotec, die von ihrem spannenden Werdegang berichtete. Als Feinmechanikerin absolviert sie derzeit berufsbegleitend ein Maschinenbaustudium. Besonders eindrucksvoll schilderte sie, wie es ist, in einem stark männerdominierten Arbeitsumfeld tätig und häufig die einzige Frau im Team zu sein. Offen sprach sie über Herausforderungen, aber auch über die Chancen, sich fachlich zu behaupten und Selbstvertrauen zu gewinnen.
Amelie Becker, damals noch am Ende ihres Physik- und Mathematikstudiums auf Lehramt, erzählte von ihrem Weg in den MINT-Bereich, von anfänglichen Zweifeln, aber auch von der Freude am logischen Denken und an naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Beispiel zeigte den Schülerinnen, dass ein MINT-Studium anspruchsvoll, aber gut zu bewältigen ist, wenn man Interesse und Engagement mitbringt. Besonders gut gefielen ihr die Arbeit in Kleingruppen und der Zusammenhalt unter den Physikstudierenden.
Als dritte MINT-Frau unterstützte uns in diesem Jahr Frau Nowak, Chemie-, Erdkunde- und Physiklehrerin an unserer Schule. Sie berichtete von ihrer Ausbildung zur Chemielaborantin und schilderte anschaulich ihren Weg von der praktischen Laborarbeit in den Schuldienst. Dabei zeigte sie auf, wie vielfältig und durchlässig Bildungswege im MINT-Bereich sein können.
Einigkeit bestand bei allen drei MINT-Frauen darüber, dass sie besonders die Teamarbeit, die abwechslungsreichen Herausforderungen und die stetigen Lernprozesse an ihren Berufen schätzen.
von Melanie Schmitz