Der Physikwettbewerb „Physik aktiv“ ist ein jährlich stattfindender Schülerwettbewerb, der von der Bezirksregierung Arnsberg organisiert wird. Er bietet Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 8 eine hervorragende Gelegenheit, ihre Kreativität, ihr technisches Geschick und ihr naturwissenschaftliches Denken unter Beweis zu stellen. Ende April fand am AFG der schulinterne Wettbewerb statt. Die Aufgabe bestand darin, aus Eierkartons und kompostierbaren Biomüllbeuteln möglichst leichte und gleichzeitig stabile Boote zu bauen.
Insgesamt nahmen 25 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 6 und 8 teil. In der Jahrgangsstufe 8 setzte sich das Team „Panzer-Knacker“ (Antonia Hascher, Lotte Kroes) mit einem nur 192,5 Gramm schweren Boot durch. In der Wertung der Jahrgangsstufen 5/6 war das Ergebnis besonders knapp: Das Team „Die Flugzeugträger“ (Moritz und Simon Dübe, Julius Jücker, Mattis Sommer und Alexander Wenk) belegte den ersten Platz vor dem Team „Bananagang“. Das Boot des Teams „BVVH“ erfüllte zwar nicht alle Wettbewerbskriterien vollständig, überzeugte die Jury jedoch mit seinem kreativen Design und seiner hohen Stabilität. Dafür erhielt die Gruppe eine Sonderurkunde. Am 3. Juli 2026 fand schließlich das Finale an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen statt. Dort traten Schülerinnen und Schüler von rund 30 Schulen gegeneinander an.
Es folgt ein Bericht von Antonia Hascher und Lotte Kroes („Die Panzer-Knacker“):
Angekommen an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen, wurden alle Teams freudig begrüßt. Der Tag wurde mit einer Begrüßung und Einweisung durch einen Vortrag im Hörsaal gestartet. Die Bewertungskriterien waren für die 24 Teams der 5./6. Klassen und für die 17 Teams der 7./8. Klassen gleich. Alle Teams mussten einen Katamaran aus zwei Eierkartons, drei kompostierbaren Biomülltüten und 20 Zahnstochern bauen. Das besondere an einem Katamaran ist, dass er zwei Schwimmkörper besitzt, zwischen denen in der Mitte Wasser problemlos durchfließen kann. Am Ende mussten die Katamarane in eine durchsichtige Plastikbox passen und dort, ohne den Rand zu berühren, schwimmen. Dann durfte ein Mitglied aus dem Team den Katamaran mit Glassteinen beladen. Das Boot, das das meiste Gewicht tragen konnte, bevor es untergeht oder die Glassteine Wasser berühren, gewann. Außerdem musste ein dicker Filzstift in der Mitte der beiden Schwimmkörper problemlos dazwischen passen. Den einzigen Vorteil, den die 5./6. Klassen hatten: Sie durften alle ihre Materialen einmal komplett abgeben und neu anfangen. Nachdem alle Fragen und Unklarheiten geklärt waren, begann die ca. 1.5 h Arbeitszeit. Nach spannenden 1.5 h voller Kreativität und physikalischer Einfälle war die Arbeitsphase auch schon vorbei und die Teams haben ihre Boote voller Erleichterung abgegeben. Nachdem wir uns in der Mittagspause gestärkt hatten, haben wir den großen Hörsaal erneut betreten, um mit der Auswertung zu beginnen. Nacheinander wurde jedes Team einzeln nach vorne gebeten, um ihr Boot selbstständig ins Wasser zu lassen und mit Glassteinen zu beladen. Team für Team ist die Anspannung bei den Panzerknackern und den Flugzeugträgern gestiegen. Immer wieder sah man vorne an der Tafel Zwischenstände und dann war es auch schon soweit. Die besten 10 Teams beider Altersklassen wurden nun nacheinander aufgezählt und die 1.-3. Plätze haben zusätzlich noch einen Preis bzw. Pokal erhalten. Die Panzerknacker haben aus den 17 teilnehmenden Teams der Altersklasse 7./8. Klassen, mit 1087g, den 7. Platz belegt. Die Flugzeugträger haben leider, mit 1344g, den 3. Platz nur knapp verfehlt, aber haben trotzdem mit großem Erfolg den 4. Platz belegt. Alle Teams hatten im Finale sehr viel Spaß. Wir haben Neues gelernt und unser Wissen beim Bauen der Boote angewandt.






von Melanie Schmitz