Einmal quer durch die Antike – Lateintheater am AFG

Einen Querschnitt durch die griechisch-römische Antike boten am 18. und 20. März ca. 140 Schüler und Schülerinnen des AFG ihrem Publikum. Vor zweimal vollbesetzter Mensa ließen sieben verschiedene Lerngruppen aus den Jahrgängen 5 bis Q2 die Antike und die angeblich tote Sprache Latein lebendig werden.

Während zwei Gruppen von Siebtklässlern Alltagsszenen aus dem alten Rom, wie sie sich in den Thermen oder im Zirkus Maximus hätten abspielen können, auf die Bühne brachten, stellten die Achtklässler die Mythen umwobenen Anfänge Roms von Aeneas über Romulus und Remus bis hin zum Raub der Sabinerinnen dar. Die Neuntklässler entführten die Zuschauer ins alte Ägypten, wo sie eine Liebesgeschichte zwischen Caesar und Kleopatra verfolgen konnten, während die Klasse 9c in der Rolle der olympischen Gottheiten über die Entstehung der Olympischen Spiele im antiken Griechenland und ihr Fortleben in der Gegenwart informierte.

Nach einer Pause, in der sich die Zuschauer an römischen Leckereien, die von den Eltern gespendet worden waren, stärken konnten, zeigte ein Lateinkurs aus der EF sein Können, indem er die Liebesgeschichte von Jupiter und Io auf die Bühne brachte. Die von Jupiter in eine Kuh verwandelte Io durchstreift auf ihrer Flucht vor Jupiters eifersüchtiger Gattin Iuno nicht nur Griechenland, sondern auch Ägypten und schwimmt vom Ionischen Meer bis zum Bosporus. 

Den Abschluss des Abends bildete die Latein Theater AG,  der momentan 20 Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgängen 5 bis Q2 angehören. Diese spielte einen Agententhriller, der in Germanien beziehungsweise in der von den Römern gegründeten Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium, heute als Köln bekannt, spielt.

Die beiden germanischen Agenten Bond und 008, die des Lateinischen aufgrund eines Schnellkurses „Latein in 20 Tagen“ nur rudimentär mächtig sind, wollen die Pläne der Römer in Köln ausspionieren und suchen zu diesem Zweck eine Taverne, einen Lebensmittelhändler, einen Zahnarzt und die Thermen auf. Viel erfahren über die Pläne der Römer tun sie dabei zwar nicht, allerdings lernen die beiden germanischen Banausen dabei die verfeinerte römische Ess- und Körperkultur z.B. bei einer Massage kennen und verlieben sich nebenbei auch noch in die Tochter eines römischen Kaufmanns.

Das begeisterte Publikum bedachte alle Beiträge mit großem Beifall. Die Spectacula Latina fanden inzwischen zum 17. Mal am Anne-Frank-Gymnasium statt und haben einmal mehr erfolgreich bewiesen, dass lateinisches Theater sich am AFG großer Beliebtheit erfreut. Die drei Kolleginnen Birgit Berendes, Petra Gößling und Gabi Sonntag, die diesen Abend gemeinsam vorbereitet und durchgeführt haben, zeigten sich mit dem schauspielerischen Talent ihrer Schützlinge und der Resonanz im Publikum mehr als zufrieden. „Im Vorfeld war dies alles mit großer Arbeit verbunden“, „so Berendes, „aber wenn man dann so ein Ergebnis sieht, ist man rundum stolz auf die Schülerinnen und Schüler, die so viel auf der Bühne geleistet haben.“

von Birgit Berendes