Am Mittwochabend wurde die WEREmember-AG unserer Schule mit dem Demokratiepreis 2026 des Kreises Unna ausgezeichnet.
Aus insgesamt 24 Bewerbungen wählte die Jury die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger aus. Die WEREmember-AG des AFG konnte dabei mit ihrem langjährigen Engagement für Demokratie sowie für eine aktive Gedenk- und Erinnerungskultur überzeugen und erhielt eine von drei Prämierungen.
Dass die Preisverleihung in diesem Jahr an einer Schule stattfand, griff Landrat Mario Löhr in seinem Grußwort bewusst auf: „Demokratie muss gelernt werden.“ Sie brauche Orte, an denen junge Menschen erfahren, was Mitbestimmung, Verantwortung und gesellschaftliches Engagement bedeuten. Genau hier setzt auch die Arbeit der WEREmember-AG an.

Der Leiter der Jury, Alfred Buß, machte in seiner Ansprache zugleich deutlich, dass Demokratie nicht immer einfach ist: „Demokratie ist anstrengend.“ Sie bedeute, Unterschiede auszuhalten und trotz verschiedener Auffassungen gemeinsam an einer Gesellschaft zu arbeiten.
Seit ihrer Gründung setzt sich die WEREmember-AG dafür ein, Geschichte vor Ort sichtbar zu machen und Erinnerung mit der Gestaltung einer demokratischen Gegenwart zu verbinden. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Auseinandersetzung mit den Schicksalen von Opfern des Nationalsozialismus sowie zahlreiche Projekte und Aktionen gegen das Vergessen und für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander.
Die Auszeichnung mit dem Demokratiepreis ist damit eine besondere Anerkennung für das kontinuierliche Engagement unserer Schülerinnen und Schüler. Sie zeigt zugleich, wie Demokratiebildung am AFG über den Unterricht hinaus konkret gelebt werden kann.
Text und Fotos: Johannes-Joachim Brysch