Lernlabor der Jahrgangsstufe 5: Boden erforschen wie echte Geographinnen und Geographen

Wie entsteht Boden, welche Bodenarten gibt es und wie lassen sich diese bestimmen? Mit diesen spannenden Fragen beschäftigten sich alle vier fünften Klassen des Anne-Frank-Gymnasiums am 03. Juli im Rahmen des Erdkundeunterrichts in einem praxisorientierten Lernlabor.

Durchgeführt wurde das Lernlabor vom Geographiedidaktik-Institut der Universität Münster unter der Leitung von Nadine Rosendahl gemeinsam mit Studierenden des Fachs Geographie. Ziel des Projekts war es, den Schülerinnen und Schülern geographische Arbeitsweisen durch eigenes Experimentieren und Forschen näherzubringen und gleichzeitig den Lehramtsstudierenden wertvolle Praxiserfahrungen in der schulischen Bildungsarbeit zu ermöglichen.

An mehreren abwechslungsreichen Stationen untersuchten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Eigenschaften des Bodens. Sie lernten unterschiedliche Bodenarten wie Sand-, Schluff- und Tonböden kennen und erfuhren, welchen Einfluss deren Zusammensetzung auf Wasserspeicherung, Nährstoffgehalt und landwirtschaftliche Nutzung hat.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der sogenannten Schlämmanalyse. Dabei wurde Boden mit Wasser vermischt, sodass sich die einzelnen Bestandteile entsprechend ihrer Korngröße absetzen. Auf diese Weise konnten die Schülerinnen und Schüler anschaulich erkennen, aus welchen Anteilen ein Boden besteht und wie sich die verschiedenen Bodenarten unterscheiden.

Darüber hinaus führten die Klassen die Fingerprobe durch – eine einfache, aber in der Bodenkunde bewährte Methode zur Bestimmung der Bodenart. Durch Fühlen, Rollen und Kneten des feuchten Bodens lernten die Schülerinnen und Schüler, Rückschlüsse auf dessen Zusammensetzung zu ziehen und wissenschaftliche Untersuchungsmethoden praktisch anzuwenden.

Das Geographiedidaktik-Institut der Universität Münster verbindet Forschung, Lehre und schulische Praxis. Es entwickelt innovative Unterrichtskonzepte, erforscht wirksame Methoden des Geographieunterrichts und bildet angehende Lehrkräfte wissenschaftlich fundiert und praxisnah aus. Lernlabore wie dieses ermöglichen den Studierenden, theoretische Inhalte ihres Studiums unmittelbar im Unterricht umzusetzen und gleichzeitig Kinder für naturwissenschaftlich-geographische Fragestellungen zu begeistern.

Die Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums arbeiteten mit großem Interesse und viel Engagement an den Experimenten. Das Lernlabor bot ihnen die Möglichkeit, geographische Inhalte nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern selbst forschend zu entdecken. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig der Boden als Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen ist und welche Bedeutung ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser wertvollen Ressource für eine nachhaltige Zukunft hat.

Das Anne-Frank-Gymnasium bedankt sich herzlich bei Nadine Rosendahl sowie den engagierten Studierenden der Universität Münster für die gelungene Durchführung des Lernlabors und die bereichernde Zusammenarbeit.

von Marius Gregg