„Salvete spectatores“ – Vorhang auf am 03. und 05. März

Am 03. und 05. März 2026 um jeweils 18.30 Uhr ist es wieder soweit. Zum mittlerweile 18. Mal finden am AFG Spectacula Latina in der Mensa statt. Diesmal beteiligen sich insgesamt fünf verschiedene Lerngruppen an der Gestaltung des Abends und beweisen, dass Latein am AFG keine tote Sprache, sondern äußerst lebendig ist. 

Den Auftakt machen Lateinschüler der Klassen 7, die erst seit einem guten halben Jahr Latein lernen. Die Lerngruppe hat ein kleines Stück einstudiert, das zuerst in einem römischen Stadthaushalt spielt, in dem etwas vorfällt, weswegen ein Sklave zur Bestrafung für sein schlechtes Verhalten aufs Landgut der Familie geschickt wird, um dort die wesentlich härteren Arbeiten auf dem Land durchzuführen.

Anschließend bringt eine Gruppe von Achtklässlern das Stück „Das große Fest“ auf die Bühne. Hier feiert der junge Senatorensohn Publius mit seiner Familie ein großes Fest, bei dem er zum ersten Mal eine Männertoga anlegen darf und seinen Vater in den Senat begleiten darf. Die einzelnen Szenen zeigen verschiedene Aktionen, die der Vorbereitung des Fests dienen, so z.B. einen Einkauf der Diener auf dem Forum, das Schmücken des Hausaltars und den Einkauf bei einem Tuchhändler, da die ganze Familie sich für diesen Anlass festlich einkleiden möchte.  

Die Klasse 10c bringt danach das Stück „Lucius und Claudia“ zur Aufführung. Hier verliebt sich Lucius in die schöne Claudia, welche allerdings, weil sie einen reichen Vater hat, von Entführern verschleppt wird. Bevor das Lösegeld gezahlt wird, gelingt es Lucius und seinen Freunden, Claudia aus ihrem Versteck zu befreien. Auf ein Happy End müssen die beiden Liebenden aber auch am Schluss noch etwas warten, weil der Vater Claudias darauf besteht, dass Lucius erst seine rhetorischen Studien in Griechenland beendet, bevor die beiden ein Paar werden.

Danach können sich die Zuschauer in einer Pause an römischen Leckerbissen stärken, die von den Eltern der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler gestiftet werden.

Nach der Pause kommt eine Lerngruppe der Jahrgangsstufe EF an die Reihe. Hier wird der bekannte Mythos von Theseus und dem Minotaurus gespielt, diese Geschichte endet mit dem Tod des Ungeheuers und mit einem Happy End für Theseus und Ariadne, welche ihm zuvor dank ihres roten Fadens zum Ausweg aus dem Labyrinth verholfen hatte.

Den Abschluss des Abends bilden die Mitglieder der Latein Theater AG, in der Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen mitspielen, die in dem Stück „Da wiehert ja das trojanische Pferd – eine sagenhafte Enthüllungsgeschichte“ das Publikum auf eine Zeitreise in das antike Troja mitnehmen.

Alle Stücke sind wie immer zweisprachig angelegt, so dass auch Nicht-Lateiner der Handlung problemlos folgen können. Die Schüler proben seit mehreren Wochen sowohl im als auch außerhalb des Unterrichts mit ihren Lateinlehrerinnen Birgit Berendes, Sabine Löcke und Gabi Sonntag für diese beiden Abende und hoffen auf zahlreiche Zuschauer.

von Birgit Berendes