Religionskurse aus den Jahrgängen 7 und 9 haben erfolgreich am Schülerwettbewerb „Shalom – jüdisches Leben heute!“ teilgenommen. Für das Engagement der Schülerinnen und Schüler bedankte sich die Bezirksregierung Münster nun in einem offiziellen Schreiben und übersandte Teilnahmeurkunden des Ministerpräsidenten sowie der Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Der Wettbewerb stand im Schuljahr 2025/2026 unter dem Motto „Die bunte Vielfalt jüdischer Feste“. Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, sich intensiv mit jüdischem Leben in der Gegenwart auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht allein religiöse Traditionen, sondern vor allem die Vielfalt jüdischer Kultur, Feste und Bräuche sowie der interreligiöse Dialog und das gegenseitige Verständnis.
Im Religionsunterricht von Herrn Gregg und Herrn Hierl beschäftigten sich die Jugendlichen mit verschiedenen jüdischen Feiertagen wie Chanukka, Sukkot oder Jom Kippur. Dabei ging es nicht nur um historische Hintergründe, sondern insbesondere um die Frage, wie diese Feste heute gefeiert werden und welche Bedeutung sie für jüdische Familien und Gemeinden besitzen. Die Schülerinnen und Schüler setzten ihre Erkenntnisse kreativ in einem Wettbewerbsbeitrag um.
Der Wettbewerb, der inzwischen landesweit ausgeschrieben wird, richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 aller Schulformen in Nordrhein-Westfalen. Organisiert wird er von der Bezirksregierung Münster im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von der Krupp-Stiftung sowie der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen, Empathie zu fördern und die Vielfalt jüdischen Lebens sichtbar zu machen.
In seinem Dankesschreiben hebt Wettbewerbskoordinator Christoph Osterholt hervor, dass jede eingereichte Arbeit einen wertvollen Beitrag zur Auseinandersetzung mit jüdischem Leben leiste. Gleichzeitig ermutigt die Bezirksregierung die Schulen, sich auch im kommenden Schuljahr wieder an dem Wettbewerb zu beteiligen.
Für die Religionskurse des Anne-Frank-Gymnasiums war die Teilnahme weit mehr als ein Wettbewerbsbeitrag: Sie bot die Gelegenheit, den eigenen Horizont zu erweitern, Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Religionen kennenzulernen und einen wichtigen Beitrag zu einem respektvollen Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft zu leisten.
Die Teilnahmeurkunden werden den Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer schulischen Ehrung überreicht und würdigen ihr Engagement für Toleranz, kulturelle Bildung und den interreligiösen Dialog.

von Marius Gregg