Verpflegung in der Schule, Kiosk- und Mensabetrieb

Durch die im Fünf-Tage-Woche–Erlass verbindliche vorgeschriebene Einführung der einstündigen Mittagspause und die damit verbundene Vorgabe, den Schülerinnen und Schülern ein einfaches Mittagessen anzubieten, entstand am Anne-Frank-Gymnasium der Bedarf nach entsprechenden Räumlichkeiten und der zugehörigen Ausstattung. Durch das erhöhte Stundenvolumen im G8-Ausbildungsgang und dem damit verbundenen höheren Anteil von Nachmittagsunterricht war es einerseits das Ziel, Räumlichkeiten zu schaffen, in denen Schülerinnen und Schüler sich wohlfühlen, die zu Kommunikation und Erholung einladen. Andererseits sollte durch die Organisation der Mittagspause und die Auswahl des Caterers eine hohe Akzeptanz der Schulverpflegung erreicht werden.

Der Schulträger ermöglichte ein aufwändiges Gebäude, das nicht nur den ausschließlichen Mensabetrieb zulässt sondern auch eine Nutzung als Aufenthalts- und Veranstaltungsraum. Somit verfügt das Anne-Frank- Gymnasium seit Dezember 2011 über ein multifunktionales Mensagebäude, in dem 200 Personen gleichzeitig essen können und bei sonstigen Veranstaltungen etwa 400 Gäste Platz haben.

Die Mensa ist vor dem Unterricht ab 7.15 Uhr geöffnet und steht in den großen Pausen als Aufenthaltsraum zur Verfügung. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe nutzen in ihren Freistunden die Mensa gern als Aufenthaltsrum.

Das Mensaessen wird durch die Schülerinnen und Schüler sehr gut akzeptiert. Auch drei Jahre nach Eröffnung der Mensa werden pro Tag im Durchschnitt 130 Essen ausgegeben. Dabei ist es auffallend, dass auch bei voller Besetzung die Atmosphäre in der Mensa entspannt und ruhig ist. Schülerinnen und Schüler sowie auch einige Lehrkräfte genießen es sichtlich, die Mittagspause in kommunikativer Runde verbringen zu können. Insofern fügt sich auch der Mensabetrieb in das pädagogische Leitbild des Anne-Frank-Gymnasiums ausgezeichnet ein.

Der Mensaverein

Im Sommer des Jahres 2011 wurde der „Mensaverein des Anne-Frank-Gymnasiums Werne e.V.“ gegründet. Das satzungsgemäße Ziel dieses Vereins ist es, die Erziehungsarbeit der Schule zu unterstützen, indem für die Versorgung der Schülerinnen und Schüler eine gute, ernährungsphysiologisch wertvolle Verpflegung zu angemessenen Preisen angeboten wird. Aufgabe des Vereins ist es, mit externen Essensanbietern entsprechende Verträge abzuschließen. Derzeitiger Vertragspartner ist seit Beginn des Mensabetriebs die Firma „Stattküche“, die sowohl für den Kioskbetrieb als auch für die Versorgung mit Mittagessen zuständig ist.

Mindestens einmal im Schuljahr finden regelmäßige Treffen von Vertretern des Mensavereins mit dem Caterer statt, an dem auch Schülerinnen und Schüler sowie Vertreter aus der Elternschaft teilnehmen. Bei diesen Gelegenheiten haben alle Beteiligten die Möglichkeit Kritikpunkte in positiver wie negativer Form zu äußern, die dann in der weiteren Arbeit berücksichtigt werden können.

Der Kioskbetrieb

In einem abgetrennten Bereich der Mensatheke ist ein Kiosk untergebracht, der vom Caterer „Stattküche“ betrieben wird. Der Kiosk ist in der Zeit von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet. Die Schülerinnen und Schüler können sich dort zu einem günstigen Preis mit einem Frühstück versorgen. Das Kioskangebot ist zwischen Caterer, Mensaverein und Schulleitung abgesprochen. Es werden neben belegten Brötchen auch Müsli-, Salat- und Rohkostbecher angeboten, was von den Schülerinnen und Schüler gut angenommen wird. Das Angebot an süßen Lebensmitteln ist im Kiosk sehr reduziert. Süße Müsliriegel und ähnliches werden zu einem relativ hohen Preis angeboten.

Der Mensabetrieb

Die Mensa ist täglich in der Zeit der einstündigen Mittagspause von 13.15 bis 14.15 Uhr für das Mittagessen geöffnet. In dieser Zeit haben nur Personen Zutritt in das Mensagebäude, die dort tatsächlich essen wollen. Durch ein elektronisches Chipsystem kann an einem Terminal im Eingangsbereich erkannt werden, ob für den jeweiligen Tag ein Mittagessen gebucht wurde.
Das Mensaessen

Bei der Konzeption der Mensaküche, wurde einerseits darauf geachtet, dass den Schülerinnen und Schülern Essen angeboten werden kann, das vielfältig, schmackhaft und möglichst frisch zubereitet ist. In diesem Zusammenhang entschied man sich für das im Zusammenhang mit der Schulverpflegung bewährte „Cook-and-Chill“-Verfahren, bei dem die Speisen in externen Großküchen vorgekocht und auf Kühlschranktemperatur abgekühlt werden. So erreichen sie die örtliche Mensa, wo dann das Aufwärmen und Endgaren in Konvektomaten unmittelbar vor der Speisenausgabe erfolgt. Das dargestellte Verfahren erlaubt derzeit höchstmögliche Frische in der Schulverpflegung.

Für die Akzeptanz des Mensaessens ist es ebenfalls von Bedeutung, dass Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, für ihr Essen eine Auswahl treffen zu können. Aus diesem Grunde wird am Anne-Frank-Gymnasium das Mittagessen nach dem „Smart-Eating“-Konzept angeboten: Neben einem täglich wechselnden Tagesessen, das an der Mensatheke ausgegeben wird, können sich die Schülerinnen und Schüler selbst an einer Salat-, Pasta- und Dessertbar bedienen. Außerdem haben sie noch die Möglichkeit, an der Mensatheke ein Stück Pizza zu erhalten. Alle, die das Essen bestellt haben, können sich an den Theken solange bedienen, bis sie satt sind.

Im Jahre 2013 wurde das Speisenangebot in der Menülinie des Tagesgerichts durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zertifiziert.

Der Mensadienst

Das Essen in der Mittagspause stellt grundsätzlich ein positives Gemeinschaftserlebnis für Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer dar, an dem einerseits möglichst viele teilhaben sollen, in dessen Abläufen andererseits aber auch einfache Aufgaben anfallen, die übernommen werden müssen. In diesem Zusammenhang ist an der Schule ein „Mensadienst“ eingerichtet. Das bedeutet, dass im wöchentlichen Wechsel jeweils eine Klasse diesen Dienst übernimmt. Jeweils 10 Schülerinnen und Schüler sind pro Tag eingesetzt. Zu deren Aufgaben gehören: Herrichten des Speiseraums für den Essensbetrieb, Einlasskontrolle in die Mensa, Sauberhalten der Tische und Ausgabetheken sowie Transport des benutzten Geschirrs in die Spülküche und Hilfeleistung an der Spülmaschine. Diese Form der Dienstleistung an der Gemeinschaft wird als pädagogisch sinn- und wertvoll angesehen und ist bei den Schülerinnen und Schülern sowie in der Elternschaft sehr gut akzeptiert.

Zielformulierung für den Bereich der Schulverpflegung

Es ist das ausgesprochene Ziel, den derzeit sehr hohen Standard der Mensaverpflegung in allen Bereichen aufrecht zu erhalten.

Am Ende des Schuljahres 2012/13 ist eine Evaluation des Mensabetriebes in Form einer anonymisierten Fragebogenaktion erfolgt, deren Ergebnisse im Dialog zwischen Schule, Mensaverein und Caterer in eine Weiterentwicklung eingeflossen sind. Dabei äußerten sich die Schülerinnen und Schüler grundsätzlich zufrieden mit dem Essensangebot in der Mensa, äußerten sich aber in dem ein oder anderen Bereich (Geschmack der Speisen, Vielfalt des Angebots) kritisch. In einem Gespräch zwischen Caterer, Mensaverein, Schülerinnen und Schülern sowie ihrer Eltern wurden die kritisierten Punkte zur Sprache gebracht und Vorschläge zur Verbesserung. In der Folge sind die angesprochenen Punkte durch den Caterer aufgegriffen worden. Daraufhin wurde das Pizzaangebot ausgeweitet, was zu einer merklichen Verbesserung des Angebots und bei den Schülerinnen und Schülern zu einer weiteren Steigerung der Akzeptanz des Mensaangebots geführt hat.

Es soll mindestens einmal im Jahr ein Treffen zwischen Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Vertretern des Caterers geben, in denen der jeweilige Ist-Zustand besprochen und weitere Ziele formuliert werden. Für das Schuljahr 2015/16 ist eine erneute Umfrage zur Evaluation des Mensabetriebs geplant.